Motto 2010
17. Internationales Feuerwerkfestival
Donnerstag, Freitag, Sonnabend jeweils 22 Uhr

Alstervergnügen 2008

Sehr geehrte Damen und Herren,

oft werde ich in letzter Zeit gefragt, was nun aus dem Alstervergnügen wird. Die Berichterstattung in den vielen Medien der Freien und Hansestadt war da ja ein wenig widersprüchlich zu diesem Thema. Da hieß es: Alstervergnügen fällt aus, keine Veranstaltungen mehr auf dem Jungfernstieg wegen der Nutzungsverordnung, aber auch wegen der Baumaßnahmen zur Fertigstellung der U 4. Ich denke, das sind alles wichtige Projekte für Hamburg, die natürlich einen Einfluss auf alle Veranstaltungen haben.

Wie wirkt sich das aber im Einzelnen aus? Erst einmal die Baustelle der U 4 – das „schwarze Loch“. Es wird natürlich einen Großteil unserer Veranstaltungsfläche in Anspruch nehmen. Einen Teil, der gerade für die Händler die dort stehen, ein sehr lukrativer Teil war. Aber auch der Teil, der meines Erachtens mit der schönste des Alstervergnügens ist. Werden wir deswegen das Alstervergnügen ausfallen lassen? Nein, werden wir nicht! Es ist ja nicht das erste Jahr, in dem wir hier eine Art „Baustellen-Veranstaltung“ machen. Wir werden die Baustelle umbauen und wir werden ausweichen, die Konzepte unserer großen Bühnen vielleicht auf das Konzept von kleinen Bühnen ändern – kurz – wir werden das beste daraus machen und wieder eine wunderschöne Veranstaltung für die Hamburger und die Besucher unserer schönen Stadt machen.

Zum Zweiten: Das neue Nutzungskonzept. „Wie verhindere ich Veranstaltungen?“ Alle Maßnahmen, die dort genannt sind, sollen aus Sicht der Stadt dazu dienen, den Jungfernstieg attraktiver zu machen. Ob dieses wirklich der Grund dafür ist, oder vielleicht im Hintergedanken der Plan umgesetzt werden sollte, möglichst keine Veranstaltungen mehr auf dem Jungfernstieg zu machen, oder keine volksfestähnlichen Veranstaltungen, sei dahin gestellt. Das wissen nur diejenigen, die es initiiert haben. Allerdings bedeutet das für die Veranstaltungen, die vor Ort sind, große Einschränkungen. So dürfen manche Sichtachsen nicht mehr bebaut werden, die Treppenstufen dürfen für einen längeren Zeitraum nicht bebaut werden, die Höhe der Veranstaltungszelte ist begrenzt – na ja, da hat der Behördenschimmel mal wieder richtig zugeschlagen.

Wir werden nun sehen, was daraus wird. Vielleicht schreien ja bald die Kolleginnen und Kollegen nach einer Lockerung, da das zukünftige Bespielen des Jungfernstiegs nicht mehr wirklich Sinn macht. Wir werden damit leben müssen, wir werden uns arrangieren müssen, und natürlich kostet es einige unserer Kollegen auch wieder Geld, aber auch ihre Plätze und damit einen Teil ihrer Lebensgrundlage. Aber für mich sind der Jungfernstieg und die Binnenalster der schönste Teil Hamburgs, und ich denke, eine Großstadt wie Hamburg sollte auch so viel Mut besitzen, diesen größten Teil ihrer Innenstadt auch mit anderen und auch mit Festen und Veranstaltungen zu teilen und dem Teil der Bevölkerung, die diese Feste und Veranstaltungen auf die Fläche ruft.

Ich hoffe, es werden gute Jahre, aber was ich weiß ist, dass wir bestimmt unser Alstervergnügen feiern werden, und wir lassen uns von niemandem unser Alstervergnügen – so finde ich, eine der schönsten Veranstaltungen in der Hamburger Innenstadt – kaputt machen.

Dirk Marx
Geschäftsführer der WAGS Hamburg-Events



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